Ein Waldbrand ist ein Brand in bewaldetem Gebiet. Wenn keine geeignete Brandbekämpfung erfolgt, entwickeln Waldbrände sich schnell zu Flächenbränden.
Waldbrände entstehen meist während Trockenperioden und sind wegen ihrer hohen Ausbreitungsgeschwindigkeit gefährlich für Mensch und Tier
Waldbrände haben zu etwa 95 Prozent nichtnatürliche Ursachen, sei es vorsätzlich durch Brandrodung, Brandstiftung, (etwa um Bauland in einem Naturschutzgebiet zu gewinnen) oder einfach durch Unachtsamkeit, beispielsweise durch „wilde" Lagerfeuer, weggeworfene Zigarettenkippen oder Streichhölzer. Eine oft unterschätzte Ursache sind auch heiße Katalysatoren von auf Waldboden abgestellten Autos und Motorrädern. Glasflaschen und -scherben können entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben die Sonnenstrahlen nicht wie Brenngläser bündeln und somit kein Laub oder Gras entzünden. Seltener entstehen Waldbrände durch natürliche Ursachen wie Blitzschlag, vulkanische Aktivität oder Selbstentzündung.
Zwar sind Waldbrände Bestandteil der Naturdynamik und entstehen meist durch Blitzschlag. Dennoch haben weniger als 10 % aller Waldbrände in Europa natürliche Ursachen. In einer Naturlandschaft Mitteleuropas würden sie nur kleinflächig auftreten und eine untergeordnete Rolle spielen. Größere Waldbrände wären ohne den Menschen eine extrem seltene Erscheinung. Erst menschliche Landschaftseingriffe und auslösende Ursachen machen einen Waldbrand zur Katastrophe, in heutiger Zeit auch in ökologischer Hinsicht, weil der Mensch nur noch wenig Wald belassen hat.
Die natürlichen Wälder Mitteleuropas sind hauptsächlich Laubmischwälder aus Rotbuche und Stieleiche. Sie halten mehr Feuchtigkeit in Biomasse, Boden und Luft und trocknen weniger schnell aus als Nadelholzforste. Eine natürliche Waldzusammensetzung ist so auch ein guter Schutz vor Waldbränden.
